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Selbstverletzendes Verhalten

Als Eltern sollten Sie aufmerksam werden, wenn Ihr heranwachsendes Kind äußert, dass es sich wertlos oder hoffnungslos fühlt. Offen für ein Gespräch zu sein und die Probleme der Heranwachsenden ernst zu nehmen, das ist eine der wichtigsten Aufgaben in der Begleitung Ihrer Kinder.

Wenn Gefühle nicht auszuhalten sind

Selbstverletzendes Verhalten entsteht häufig als Reaktion auf eine starke seelische Belastung oder kann auf eine zugrunde liegende psychische Erkrankung hinweisen. Jugendliche, die ihre negativen Gefühle (z.B. Einsamkeit, Angst oder Aggression) als übermächtig empfinden, beschreiben häufig, dass sie sie nur mit Selbstverletzendem Verhalten kontrollieren und die innere Spannung abbauen können. Häufig wollen sie sich auch selbst bestrafen. Waren in der Vergangenheit besonders oft Mädchen betroffen, zeigen Studien, dass Jungen statistisch aufholen.

Unter langen Ärmeln verborgen

Betroffene Jugendliche schämen sich häufig und verbergen ihre Verletzungen unter der Kleidung. Deshalb ist es besonders wichtig, dass das Umfeld sensibel auf mögliche Warnzeichen reagiert. Ob die Verletzungen Symptom einer Krankheit sind, kann ein Facharzt beurteilen. Mögliche Hinweise für sog. „Ritzen“ könnten u.a. viele geradlinige Narben auf den Armen sein, die unterschiedlich alt sind – aber auch auf anderen Extremitäten, Stirn, Wangen oder Rumpfvorderseite. Dabei sind sich die einzelnen Narben oft in Tiefe und Gestalt auffällig ähnlich und häufig in Gruppen angeordnet. Deutliche Hinweise sind natürlich Anordnungen in Form von Buchstaben, Symbolen oder geometrischen Formen.

Sollten Eltern solche Wunden bemerken, ist es wichtig den Jugendlichen ihrem Arzt, Kinder- und Jugendpsychiater oder Kinder- und Jugendpsychotherapeuten vorzustellen.

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Alptraum Plötzlicher Kindstod – was können Sie tun?

Die Fachzeitschrift „Pediatrics“ veröffentlicht eine Studie, in der Daten von mehr als 900.000 Todesfällen bei Säuglingen zwischen 1983 und 2012 analysiert wurden. Im Analysezeitraum fielen die Zahlen von Plötzlichem Kindstod (auch SIDS – Sudden Infant Death Syndrome) um 71 %. Der eigentliche Plötzliche Kindstod ist auf einen Atemstillstand des Kindes zurückzuführen. Er tritt vor allem zwischen den 3. und 6. Lebensmonat des Kindes auf, obwohl auch ältere Kinder sporadisch bis weit über einem Jahr leider noch durchaus betroffen sein können. Eine eindeutige Ursache steht nicht fest. Sicherlich gibt es körperliche Dispositionen, die sich dem Einfluss der Eltern entziehen. Aber es lohnt sich, sich mit den beeinflussbaren Faktoren zu beschäftigen. Vor allem in der Zeit von 1994 – 1996 konnte eine erhebliche Reduzierung der SIDS-Fälle verzeichnet werden, wahrscheinlich weil große Anstrengungen unternommen wurden, darüber aufzuklären, dass Babys auf dem Rücken schlafen sollten.

Was können Eltern noch beachten? Es scheint so, dass Baby, die im Mutterleib oder nach der Geburt Zigarettenrauch ausgesetzt waren, ein höheres SIDS-Risiko haben. Babys, die gestillt werden und deren Eltern konsequent Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, haben laut Studie ein geringeres Risiko.

Außerdem gehört zu den beeinflussbaren Dingen, die sog. „sichere Schlafumgebung“. Neben der Bauchlage werden Kriterien, wie zu warm, zu ruhig, keine sensomotorische Stimulation als bedenklich benannt. Bitte sprechen Sie unsere Kinderärztinnen und Kinderärzte an, wenn Sie Fragen hierzu haben.

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Scheidungskinder – was können Eltern tun?

Im Jahr 2014 wurden 84042 Ehen geschieden, in denen 134803 Kinder lebten. Das Erfreuliche daran ist, dass die Zahl leicht rückläufig ist, genauso, wie die Gesamtzahl der Ehescheidungen (Quelle Destatis). Eltern, die sich mit dem Gedanken an eine Scheidung beschäftigen, haben oftmals besondere Fragen, z.B. die Frage, ob mit der Scheidung gewartet werden sollte, bis die Kinder älter sind? Grundsätzlich sollte die Entscheidung für eine Trennung auf der Paarebene getroffen werden, denn anhaltende Konflikte zwischen den Eltern und ein wenig liebevoller Umgang miteinander erhöhen die psychischen Belastungen für ein Kind mehr, als eine geglückte Trennung. Auch ein Alter, in dem eine Trennung oder Scheidung für die Kinder leichter zu verarbeiten ist, gibt es so nicht.

Die Anforderungen an die Eltern bei Trennung oder Scheidung sind besonders hoch. Um mit ihren Gefühlen, wie Trauer, Angst, Scham gegenüber ihrem Umfeld, Wut und Schuldgefühlen besser klarzukommen, benötigen Kinder vor allem viel Sicherheit. Die Sicherheit von beiden Eltern geliebt zu werden, den ausgezogenen Elternteil nicht zu verlieren, sich nicht entscheiden zu müssen – auch nicht, ob einer von beiden lügt, sind nur einige Aspekte. Besonders wichtig für das Kind ist es dabei einen respektvollen Umgang der Eltern miteinander zu erleben, und Eltern, die weiterhin gemeinsame Entscheidungen für das Kind treffen.

Kinder verstehen die Gründe für eine Scheidung oft falsch, besonders dann, wenn sie häufig Zeuge von Erziehungsstreitigkeiten der Eltern geworden sind. Versuchen Sie dem Kind altersentsprechend die Gründe für die Trennung zu erklären. Besonders schwierig ist hier der Umstand, dass Kinder erst im Schulalter anfangen zu verstehen, dass Liebe an Bedingungen geknüpft und endlich sein kann.

Wenn Eltern helfen, die Scheidung als eine endgültige Trennung zu begreifen, geben sie dem Kind die Möglichkeit, sich von dem Wunsch zu verabschieden, dass die Eltern wieder zusammenkommen. Dabei dürfen Eltern durchaus optimistisch in die Zukunft schauen und die Trennung als Chance begreifen. Ein einfühlsamer Umgang mit den Gefühlen der Kinder sorgt dafür, dass sie das nicht als herzlos empfinden.

Sie kennen Ihr Kind gut. Bemerken Sie länger andauernden Stress, z.B. Schulmüdigkeit, Rückzug von Freunden oder Unlust auf neue Freunde zu finden, oder bemerken Sie, dass Ihr Kind sich nicht entspannen und einfach Vergnügen kann, schlechter oder plötzlich viel mehr schläft, sich streitlustig verhält oder besonders widerspenstig ist, dann sind dies vielfach Warnzeichen, die Sie mit dem Hausarzt oder Kinderarzt besprechen können. Bei Bedarf kann der Arzt dann an einen Kinder- und Jugendpsychiater überweisen und ggf. kann dieser auch der gesamten Familie helfen, mit den Belastungen besser umzugehen, die eine Scheidung hervorrufen kann.

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Bereits mit Neunjährigen sollten Eltern über Alkohol und dessen Risiken sprechen

Wenn Kinder etwa neun Jahre alt sind, sollten Eltern mit ihnen über Alkohol und die Risiken seines Konsums sprechen.

 

„Kinder beginnen in diesem Alter positiv über Alkohol zu denken. Im Jugendalter verfestigen sich dann Einstellungen gegenüber Alkohol, Trinkmotive und Konsummuster und bleiben häufig bis zum Erwachsenenalter bestehen“, erläutert Dr. med. Matthias Brockstedt, Suchtbeauftragter des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die Gründe dafür. Diese Meinung vertritt u.a. auch Professor Lorena Siqueira von der American Academy of Pediatrics, eine Gesellschaft der amerikanischen Pädiater. Je mehr Heranwachsende Alkoholwerbung und Ähnlichem ausgesetzt sind, desto eher werden sie trinken. Daher ist es sehr wichtig, die Gefahren von Alkohol frühzeitig zu kommunizieren.

Wer in jungen Jahren regelmäßig Alkohol trinkt, hat ein hohes Risiko, im Erwachsenenalter alkoholabhängig zu werden. Zwar nimmt der Alkoholverbrauch der Jugendlichen tendenziell insgesamt ab, doch verbrauchen einer Berichterstattung des Robert Koch-Instituts zufolge etwa 5% der 12- bis 17-Jährigen gesundheitsschädliche Alkoholmengen. Und mehr als die Hälfte der Jugendlichen glauben nach eigenen Angaben, dass sie nach fünf oder mehr Einheiten von Alkohol nicht betrunken gewesen seien. „Bei Kindern und Jugendlichen steigt der Alkoholgehalt im Blut stärker und schneller an als bei Erwachsenen. Auch der Alkoholabbau erfolgt langsamer“, warnt Dr. Brockstedt. „Vielleicht noch wichtiger als das Gespräch ist das Vorbild der Eltern. Zuhause sollte Alkoholgenuss nichts Alltägliches sein und auch nicht als Mittel gegen unangenehme Gefühle fungieren“, ergänzt der Suchtexperte.

Quellen: RKI (GBE kompakt), Pediatrics

Dies ist eine Pressemeldung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V.  Quelle : www.kinderaerzte-im-netz.de.

Wir sind der Meinung, dass das Alter von 9 Jahren nur ein grober Richtwert sein kann und es maßgeblich von der Entwicklung des Kindes abhängt, wann eine solche Aufklärung über Alkohol Sinn ergibt.

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Neue Kooperation mit kostbahr – Ernährungsberatung RheinAhr

Als systemisch-integrative Ernährungstherapeutin nach Systeb® (i.W.) und ernährungspsychologische Beraterin (ZEP, HS Fulda), freue ich mich auf eine enge Zusammenarbeit mit dem MEZ Bonn. Meine Praxis kostbahr Rhein Ahr – ganzheitliche Ernährungsberatung und -therapie – befindet sich in Bonn Bad Godesberg auf dem Heiderhof.
Unser Ernährungs- und Essverhalten hat einen entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Essen ist für uns mehr als nur ein Nährstofflieferant. Für Kinder ist Essen eine der ersten Möglichkeiten ihre Autonomie zu erleben. Auch übernimmt Essen häufig kompensatorische Funktionen, z.B. bei Stress oder Kummer.
Ich bin diejenige, die Sie auf Ihrem Weg begleitet, motiviert und Impulse für Veränderungen gibt. Ihre Bedürfnisse und Ziele stehen im Mittelpunkt. Gemeinsam erarbeiten wir Handlungsalternativen und Lösungen, die zu Ihnen passen. Mit Blick auf die individuellen Ressourcen. Die Beratung gestalte ich individuell, kreativ und lebendig.
Als Dipl. Oecotroph. und qualifizierte Diät- und Ernährungsberaterin VFED, werden meine Leistungen von den Krankenkassen anerkannt und bezuschusst.

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Schluckimpfung gegen Rotavieren

Bei kleinen Kindern können Durchfallerkrankungen zu ernsthaften Gefahren führen, wenn ein Flüssigkeitsverlust lebensbedrohlich wird. Ursache sind häufig Rotaviren, die Durchfall und Erbrechen auslösen.

Man kann sein Kind durch Impfungen schützen: ab der 6. und spätestens in der 12. Lebenswoche sind 2 – 3 Impfdosen (abhängig vom gewählten Impfstoff) zu geben. Der Abstand zwischen den einzelnen Impfungen sollte 4 Wochen betragen. Spätestens mit der 24. Lebenswoche sollte die Impfserie abgeschlossen sein – nur in Ausnahmefällen kann bei 3 Impfdosen die letzte Gabe bis zur 32. Woche erfolgen.

Der Impfstoff kann bedenkenlos gleichzeitig mit der Sechsfachimpfung und der Pneumokokken-Konjugat-Impfung gegeben werden.

 

 

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Neue Leitlinie für Pneumokokkenimpfung

Die ständige Impfkommission (STIKO) sieht laut ihren aktuellen Leitlinien nur noch 3 statt 4 Pneumokokkenimpfungen für reifgeborene Säuglinge vor, die die Impfung mit dem Pneumokokken-Konjugat-Impfstoff zur gleichen Zeit wie den bekannten 6-fach Impfstoff erhalten (2., 4. und zur Auffrischung zwischen 11. und 14. Monat). Bei Frühgeborenen bleibt es bei 4 Impfungen durch eine zusätzliche Impfung im Alter von 4 Monaten.

Nach wie vor ist eine Pneumokokkeninfektion eine ernste Bedrohung für die Gesundheit eines Kindes. Pneumokokken können z.B. Hirnhautentzündungen, Lungenentzündungen und Mittelohrentzündungen hervorrufen. Bereits seit 2006 empfiehlt die STIKO Pneumokokkenimpfungen für alle Säuglinge und Kleinkinder ab dem vollendeten 2. Lebensmonat sowie für bisher nicht geimpfte Kinder und Jugendliche mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung (z.B. mit Immundefekten sowie chronischen Erkrankungen, wie bspw. Asthma, Diabetes oder solchen des Herz-Kreislaufsystems). Die Verringerung der Zahl der Impfungen erfordert zuverlässiges Einhalten der Impftermine, damit die Wirksamkeit nicht beeinträchtigt wird.

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Sozialpsychiatrische Versorgung in unseren MEZ’s

Die 2009 eingeführte, ambulante Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher hat sich bewährt. Auch wir arbeiten als sog. „SPV-Praxis“, also mit einem multiprofessionellen Team. Das dient der Förderung einer qualifizierten interdisziplinären sozialpsychiatrischen Behandlung in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung. Und wir freuen uns Über die guten Ergebnisse der ersten Evaluation. Lesen Sie mehr: Deutsches Ärzteblatt, Sozialpsychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen: Interdisziplinäre Kooperation

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SKEPT – neues, zusätzliches Therapieangebot in unserer Kinderarztpraxis

In unseren medizinischen Kinderarztpraxen werden auch viele Babys und Kleinkinder behandelt. Daher sind wir sehr froh, dass zwei Psychotherapeutinnen – Susanne Dreisch und Henrike Michel – sich entschlossen haben, eine SKEPT-Ausbildung zu absolvieren. Das Therapieangebot richtet sich an Babys und Kleinkinder von 0 – 3 Jahren und ihre Eltern. Säuglings-Kleinkind-Eltern-Psychotherapie ist ein psychoanalytisches Angebot, um frühe Belastungen und Störungen rechtzeitig zu behandeln.

 

SKEPT ist eine institutsübergreifende Aus- und Fortbildung. Dem Münchener Ausbildungsverbund SKEPT gehören neben der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie auch das Alfred Adler Institut, die Münchener Arbeitsgemeinschaft für Psychoanalyse (MAP) und die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft München (PAM) an.

 

Wird ein Baby geboren, ist für ein Paar fast nichts ist mehr, wie zuvor. Sog. Regulationsstörungen, wie Schrei-, Schlaf- und Fütterstörungen machen ihnen vielleicht Sorgen. Aber auch andere Symptome der frühesten Kindheit, wie z.B. frühkindliche Depression, Angstreaktionen, Störungen der Kommunikation können auftreten. Vorübergehende Irritationen sind ebenso möglich, wie schwerwiegende Störungen, die die Entwicklung des Kindes nachhaltig beeinträchtigen. Die Psyche des Babys entwickelt sich in dieser wichtigen frühen Phase und ist besonders empfindlich. Die Beratung und Therapie von Eltern mit ihren Säuglingen und Kleinkindern trägt dazu bei, die vorhandenen kindlichen und elterlichen Kompetenzen zu nutzen und eine tragfähige Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen. Das Baby oder Kleinkind ist bei der Behandlung immer dabei und durch seine Reaktionen wie durch sein Spiel weist das Baby oder das Kleinkind den Weg.

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Neue Homepage online – Für mobile Endgeräte optimiert

Liebe Besucher,

wir freuen uns sehr, Ihnen unsere überarbeitete Webseite zu präsentieren. Die alte Seite war vom Design und den Informationen her nicht mehr aktuell. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserem zeitgemäßen Webauftritt mehr Informationen geben können.

Die Internetseite ist nun auch für alle mobilen Endgeräte optimiert. Sie können jetzt bequem mit dem Handy oder Tablet unseren Webauftritt aufrufen. Und das Beste: Wir werden uns viel Mühe geben, Sie immer auf dem Laufenden zu halten.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erkunden unseres neuen Webauftritts.

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